Grabeland „Am Ruhrort“:  Bagger außer Kontrolle! (22.02.2022)

Am 21.02.2022 morgens haben die von der Investorin angekündigten Räumungsarbeiten begonnen. Das Ergebnis am Ende des ersten Tages ist auf den Fotos festgehalten. Das lässt für die nächsten Tage noch Schlimmes befürchten. Die Fotos vermitteln den Eindruck, als sei der Bagger außer Kontrolle geraten.

Vor Ort konnte keine Überprüfung der Hütten auf Besatz durch Fledermäuse beobachtet werden. Eine Ökölogische Baubegleitung der Arbeiten war am ersten Tag nicht feststellbar. 

Damit scheinen sich die Befürchtungen aus der Anwohnerschaft zu bestätigen, dass unter Umgehung von Verpflichtungen, die bei Vorbereitung des Geländes für ein Vorhaben nach einem Bebauungsplan einzuhalten wären, schnell noch Fakten geschaffen werden sollen. Was weg ist, kann auch nicht mehr kontrolliert werden!

Die unmittelbaren Anlieger*innen, die bereits die Investorin, Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, Dr. Markus Bradtke sowie die Untere Naturschutzbehörde mit E-Mail vom Sonntag um Informationen gebeten hatten, haben bisher keine Antwort erhalten.

Sie haben deshalb die Verantwortlichen der Stadt Bochum über den Zustand der bearbeiteten Fläche am Ende des ersten Tages der Räumungsarbeiten mit einem Schreiben unter Beifügung der Fotos informiert.

Nach den Erfahrungen am ersten Tag ist zu befürchten, dass die Bürgerschaft in Dahlhausen einmal mehr enttäuscht werden wird. Um dem entgegenzuwirken, fordert das Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung die Verantwortlichen der Stadt Bochum auf, sich vor Ort ein Bild von dem Vorgehen der Investorin zu verschaffen und die Betroffenen darüber aufzuklären, wie welche Arbeiten bis wann durchgeführt werden dürfen. Schließlich ist der Zustand, der Aufräumarbeiten erforderlich gemacht hat, in den Jahren entstanden, als die stadteigene WirtschaftsEntwicklungsGesellschaft mbH Bochum das Grundstück für die Investorin gebunkert hatte.