„IG Grumme“:
Klima vor Ort selbst verbessern! (08.12.2021)

Als im März 2019 die Bürgerschaft in Grumme erstmals über die anscheinend bereits fertigen Pläne für die Neugestaltung der Grummer Teiche und die dortige Verlegung des EmscherParkRadwegs (EPR) informiert wurde, hat sich spontan die „Interessen-gemeinschaft Grummer Teiche“ gegründet und mit dem Netzwerk für bürgernahe Stadtentwicklung umfassende Information und Beteiligung eingefordert.

Die Einmischung hat sich gelohnt! Bereits seit 2019 steht fest, dass entgegen der ursprünglichen Planung die beiden im unteren Verlauf des Baches angelegten Teiche nun für eine Beobachtungsphase von zunächst 5 Jahren nicht beseitigt werden.

Und 2020 lenkte die Verwaltung auch bei der EPR-Planung ein: Die Trasse für den EPR von der Lothringentrasse zu den Grummer Teichen wird nicht über einen schmalen Waldweg mit starkem Gefälle, sondern dem Vorschlag der Interessengemeinschaft folgend, über bereits bestehende Wege durch die Flüssesiedlung verlaufen.

Damit aber nicht genug! Als „IG Grumme“ will die Interessengemeinschaft ihr Tätigkeitsfeld über das unmittelbare Einzugsgebiet der Teiche ausdehnen: Umweltschutz und Klimaschutz braucht ganz Grumme! Das Wohnumfeld soll im ganzen Stadtteil verbessert werden!

Aktuell startet nun eine Kampagne zur Verbesserung des lokalen Klimas in Grumme:

Die Menschen selbst sollen das Klima vor Ort verbessern! Unter dem Motto „Grün statt Beton“ sollen die Anwohner*innen animiert werden, auf Schotterflächen zu verzichten und Beton für Parkplätze zu minimieren. Und sie sollen die „Flüssesiedlung fließen lassen“: Regenwasser von Hausdächern soll durch Versickern in Gärten und über von Beton befreite Flächen dem Grundwasser zugeführt werden.

Zum „Auftakt der Kampagne für mehr Versickerung in Bochum-Grumme“ am 12.12.2021, 12 Uhr lädt die „IG Grumme“ unterhalb der Johanneskirche draußen auf der Patmosstraße unter 2G-Regelung mit Maskenpflichtzwang ein (Flyer).

Die Erfolgsgeschichte der „IG Grumme“ macht deutlich: Menschen vor Ort wissen häufig mehr. Dieses Wissen muss Verwaltung für Planungen nutzen. Tritt Verwaltung mit Bürgerschaft in einen Dialog auf Augenhöhe, werden nicht nur unsinnige Planungen vermieden, vor Ort wird auch die Akzeptanz für die gemeinsam gefundene Lösung geschaffen. Dann engagieren sich Menschen vor Ort auch über ein einzelnes Projekt hinaus.