
Die vorübergehende Vollsperrung der Opeltrasse zwischen Steinkuhlstraße und Wiemelhauser Straße ist erst einige Wochen her, da gibt es die nächste Teilsperrung: Die bis zum Bau der Brücke über die A 448 zwischen Markstraße und Steinkuhlstraße durch Wald und Wiese gelegte Umleitung ist seit Montag 01.06.2026 gesperrt (Foto 1). In dem von der Markstraße als Teilstück der Umleitung abgehenden Waldweg werden Kabel verlegt.
Konkrete Informationen zu der bevorstehenden Sperrung der Opeltrasse – Fehlanzeige! Auf der Stadtwerke-Seite gab es am 28.05.2026 zwar einen Hinweis (hier) auf eine Sperrung des von der Markstraße durch den Wald zur Schadowstraße führenden Fußwegs. Zu den Auswirkungen auf den Radverkehr auf der Opeltrasse aber kein Wort!
Überraschen konnte das in Steinkuhl aber nun niemanden. Hier ist man das so gewöhnt. Wie hieß es doch aus dem Rathaus vor dem Bau der bis zum Brückenschlag über die A 448 geschaffenen Umleitung zur Opeltrasse: Informieren? Sie sehen doch, wenn gebaut wird.
Die Stadtwerke scheinen das nicht anders zu sehen.
Überrascht gewesen sein dürften aber die Radfahrenden, die aus Westen kommend die Steinkuhlstraße überquerten und dann nach mehr als halber Strecke auf der Umleitung auf den Waldweg zur Markstraße einbiegen wollten. Die Zufahrt zum Waldweg war hier abrupt durch die am Montagmorgen eingerichtete Baustelle versperrt (Foto 2).
Da fragten sich die Gestoppten sicherlich, warum es nicht bereits an der Zufahrt zur Opeltrasse nach Osten unmittelbar hinter der Querung Steinkuhlstraße eine Sperrung gab – oder zumindest einen Hinweis darauf, dass die Durchfahrt zur Markstraße nicht möglich war (Foto 3 ). Ein Schild mit dem Hinweis, dass eine Durchfahrt zur Markstraße nicht möglich ist, finden nur die Radfahrenden, die von der Schadowstraße kommend die Steinkuhlstraße herunterfahren – und zwar unmittelbar vor Querung der Steinkuhlstraße (Foto 4). Für die von Westen auf der Opeltrasse Kommenden ist dieses Schild neben der Querung nicht einsehbar.Sie müssen also von freier Fahrt bis zur Markstraße ausgehen.
Erst recht verwundert dürfte gewesen sein, wer an der Steinkuhlstraße – auch ohne Hinweis auf die später folgende Sperrung des Waldweges – die Opeltrasse verlassen hat und als Weg zur Markstraße den kleinen Anstieg der Steinkuhlstraße zur Schadowstraße und dann dieser folgend gewählt hatte. Der hinter der Grillostraße von der Schadowstraße abzweigende, durch ein entsprechendes Verkehrsschild nur dem Fußverkehr vorbehaltene Weg runter zur Baustelle im Wald ist nämlich aufwendig gesperrt – und zwar für zu Fuß Gehende und Radfahrende, obwohl die hier ohnehin nicht fahren dürfen (Foto 5).
Ob diese Sperrung vielleicht eigentlich für den Opeltrassen-Zugang an der Steinkuhlstraße Richtung Osten vorgesehen war? Hier wäre sie richtig! Aus Westen kommende Radfahrende müssten nicht erst einen langen Weg bis zur Baustelle im Wald zurücklegen, um von dort dann verbotswidrig den reinen Fußweg zur Schadowstraße hochzufahren. Sie könnten im Einklang mit der Straßenverkehrsordnung gleich den kleinen Anstieg über die Steinkuhlstraße hoch zur Schadowstraße und dieser folgend bis zur Markstraße nehmen.
Das Netzwerk ist gespannt, was sich die Stadt Bochum oder ihre Beteiligungsgesellschaften bei der Opeltrasse wohl als nächsten Schildbürgerstreich einfallen lassen werden.




