Die Freigabe der Opeltrasse ist noch keine fünf Monate her, da wird bereits ein Teilstück zwischen Wiemelhauser Straße und Steinkuhlstraße wieder für ein Jahr gesperrt.

Die seit Freigabe der Trasse bis zum Bau der Brücke über die A448 bestehende Umleitung ist noch nicht aufgehoben, schon muss eine weitere Umleitung gefunden werden.
Die nun ausgewählte Streckenführung verspricht aber mal Abwechslung in einer ansonsten nahezu gleichförmigen Streckenführung ohne besondere Höhepunkte. Die Umleitung wird für ein Jahr von Westen kommend die Bruchstraße hoch bis zur Bergankunft im Kirchviertel geführt.

Der dortige Anstieg ist früher bei den Radrennen des RSV Bochum in Wiemelhausen häufig als Schlüsselstelle eingebaut worden. Wer hier in den zahlreichen Runden bestand, hatte gute Aussicht auf den Sieg im ehemaligen Bochumer Klassiker.
Ein solches Highlight in der Opeltrasse – das war nun wirklich nicht zu erwarten! Bei der Festlegung der Umleitung bis zum Bau der Brücke über die A448 wurden nämlich Steigungen wie an der Steinkuhlstraße oder nicht ganz ebene Verläufe wie Am Langen Seil noch extra ausgespart. Stattdessen wurde für die Umleitung zwischen Markstraße und Steinkuhlstraße eine nahezu ebene Strecke durch Wald und Wiese gewählt. Um auch nur kleinere Steigungen zu vermeiden, wurde in den Waldsaum eingegriffen und ein befestigter Weg über eine Feuchtwiese gelegt.

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen in der Bezirksvertretung Süd hat diesen Eingriff in den Waldsaum in Steinkuhl nun aber zum Anlass für eine Anfrage (Anfrage mit Fotos hier ) an die Verwaltung genommen:
Der Eingriff in den Naturhaushalt im Bereich dieses ehemals unberührten Stückes Natur sei doch gewaltig. Die neue Fahrradtrasse gehe mitten durch den Waldrand. Neben Störungen im Naturhaushalt dieses Saumbiotops seien sehr viele große Bäume und Sträucher gefällt worden. Bündnis 90/Die Grünen will deshalb wissen, wie hoch der naturräumliche Schaden ist, wie der Verlust ausgeglichen werden soll, wann und wo Ausgleichsmaßnahmen erfolgen werden.
